Jeden Donnerstag bei Wind und Wetter ging es in den Roggersdorfer Wald – Ameisenwald haben ihn unsere Kinder getauft. Schon der Weg dorthin wurde zum Erlebnis. Mal entdeckten wir Regenwürmer und fragten uns, ob die wohl auch rückwärts gehen können; mal wurden wir von einer erlebnishungrigen Katze bis in den Wald begleitet oder wir entdeckten viele Schätze der Natur und unseren Beobachtungsbaum, eine Linde. Mitten im Wald, bei unserem Waldsofa, wurde gefrühstückt, anschließend gerannt, geklettert, gehüpft, balanciert, mit Bechern und Lupe auf Entdeckungsreise gegangen und natürlich wurde viel miteinander gesprochen. An einem Regentag bauten wir uns ein Regendach, um dort "trocken" Brotzeit machen zu können ...
Da der Weg zum Wald ziemlich weit ist und folglich die verbleibende Zeit im
Wald zu kurz, haben sich einige Kinder darüber beschwert. Wir haben nach einer Lösung gesucht und gemeinsam beschlossen, mit Rollern oder Laufrädern den Weg zum Wald zu beschreiten – mit dem Ergebnis, dass wir alle einen riesen Spaß daran hatten. Auf zum nächsten Waldtag mit den Waldfüchsen. Waldfüchse, so heißen wir nämlich, ein toller Name wie wir finden! (Den haben sich übrigens die Kinder per Abstimmung selbst ausgesucht.). Beim letzten Treffen feierten wir ein "Waldabschiedsfest" mit Punsch, Plätzchen, selbstgebackenem Kuchen und einer Waldrallye!
Es war eine sehr spannende Zeit für Kinder und Erzieher. Nachdem wir beim ersten Treffen über den Begriff "Atelier" gesprochen haben und geklärt haben, wer dort arbeitet und was im Atelier entsteht, haben wir die Wünsche und Ideen der Kinder aufgegriffen. So war es ihr Wunsch Bilder zu malen und eine Kugelbahn zu bauen.
In den darauf folgenden Wochen lernten die Kinder den Unterschied zwischen Grund- und Mischfarben mit Hilfe von Experimenten und dem Farbkreis kennen. Im Anschluss durften sie verschiedene Bilder malen und ihr erworbenes Wissen in die Tat umsetzen. Außerdem lernten sie den Umgang mit der Modelliermasse kennen. Welche Arbeitsschritte sind erforderlich? Was muss man bei der
Bearbeitung beachten?
Jedes Kind modellierte seine eigene Kugelbahn und einen weihnachtlichen
Kerzenständer.
Beim letzten Treffen reflektierten wir unsere Zeit im Atelier, und jedes Kind durfte seine Werke mit nach Hause nehmen.
"Es klopft bei Wanja in der Nacht". Die erste Gruppe endete mit einer
erfolgreichen Aufführung des Stückes vor den Eltern, Geschwistern, ...
Wir zeigten den Ablauf eines Donnerstages von Anfang bis zum Ende. In den 8 Wochen schlüpften manche Kinder jedes Mal in eine andere Rolle, andere legten sich gleich fest. Wir bastelten Kostüme und Spuren im Schnee, überlegten uns Töne/Klänge für z.B. den Sturm und die Kälte. Klärten, wie man pantomimisch Gefühle etc. zeigen kann und beschafften uns wichtige Kulissen. Die Schauspieler lernten durch die Wiederholungen sehr schnell den Text auswendig und waren mit Begeisterung und Stolz dabei.
(folgt demnächst)