Entworfen und geplant wurde die neue Kirche vom Architekturbüro Franz Lichtblau und Ludwig Bauer. Für den Bau des zwölfeckigen Kirchenbaus wurden bewußt Naturmaterialien wie Holz, Stahl, Glas und Naturstein verwendet. Sie geben dem Gebäude einen hellen und freundlichen Charakter. Predigtpult, Altar und Christuskreuz wurden vom Bildhauer Karlheinz Hoffmann gestaltet.
Die Segenskirche ist täglich von 9-18 Uhr geöffnet.
Herzliche Einladung, insbesondere zu den Gottesdiensten: Jeden Sonntag um 9:45 Uhr
Ein Platz zum Verweilen
Wer von der Haidstraße auf den Kirchplatz tritt, möchte sich gerne auf die Bänke unter dem Turm oder am Rande
des Platzes setzen. Der freistehende Turm mit den drei Glocken wurde der Kirchengemeinde vom Ehepaar
Schilffarth aus Warngau geschenkt. Der Klang der Glocken ist auf die Geläute der katholischen Josefs- und
St. Laurentiuskirche abgestimmt und lädt die Gläubigen zum Gottesdienst und zum Gebet ein.

Stufenlos in die Kirche
Vom Kirchplatz kommt man ohne Stufen durch die großen roten Türen in die Segenskirche. Das Pflaster
des Vorplatzes setzt sich in der Kirche mit den Granitsteinplatten fort und
symbolisiert so die Verbindung zwischen Gottesdienst und Leben, zwischen Profanem und Sakralem. Ohne Stufen
gehen wir aus dem Alltag zu Gott und tragen die Erfahrungen des Gottesdienstes zurück in unser Leben.
Das Volk Gottes
Wer durch das Foyer hindurchgeht, gelangt ins Innere der von zweimal 12 Säulen aus Lärchenholz
getragenen Kirche.
Im Architektenwettbewerb 1992 noch als Rundbau konzipiert wurde die
Segenskirche in der weiteren Planung in Zusammen- arbeit mit den Architekten Franz und Wendelin Lichtblau zum
symbolträchtigen Zwölfeck weiterentwickelt. Die Zahl 12 steht im Alten und Neuen Testament für die geordnete
Gesamtheit des Volkes Gottes und erinnert an die 12 Stämme Israels und die 12 Apostel. So ist die Segenskirche
der Ort, an dem sich das Volk Gottes von Holzkirchen versammelt und sich unter Gottes Wort und seinen Segen stellt.

Transparenz und Geborgenheit
Die weite des Raumes unter der großen Kuppel und die großen Fenster machen die Segenskirche
hell und einladend. Sie atmet Offenheit und Weite und bietet durch den geschützten Kernraum und die warmen
Holzflächen doch Geborgenheit und Heimat. Der Besucher bleibt mit der Welt und der Natur draußen in Verbindung
und kann sich doch in den geschützten Bereich zurückziehen.
Taufe im Zentrum
Inmitten der Kirche steht das Taufbecken aus Eichenholz. Das Ursakrament der Kirche bildet das
Fundament der Gemeinde. Über dem Taufbecken öffnet sich die Kirche nach oben über die verglaste
Kuppelspitze zum Himmel. Licht fällt von oben auf die Mitte der Gemeinde und symbolisiert die Verbindung zu
Gott.

Der segnende Gekreuzigte
In einer Linie mit dem Taufbecken stehen - vom Ein- gang aus gesehen - Altar, Predigtpult und Kreuz.
Alter und Predigtpult bilden in der gewählten Anordnung die Einheit und Gleichordnung von Wort und
Sakrament ab. Im Standkreuz im Chorraum fließen Grundbilder unseres Glaubens zusammen: Christus hat
das Leid der Welt ans Kreuz getragen und ist für uns gestorben; er ist auferstanden und ist eingesetzt als
Herrscher über diese Welt; er wendet sich seiner Gemeinde mit den offenen Händen segnend zu. Der senkrechte
Spalt im Kreuz und im Körper Christi steht für die bleibende Zerrissenheit der Welt und der Christenheit. Der
fast kindliche Kopf des Gekreuzigten spielt darauf an, dass Jesus als Kind in einer Krippe geboren wurde, und stellt
einen Bezug zur Einweihung der Kirche am 4. Advent kurz vor dem Weihnachtsfest her. Taufbecken, Altar, Predigtpult
und Standkreuz wurden von Karlheinz Hoffmann gestaltet.
Flexible Bestuhlung
Die flexible Bestuhlung im Kernraum der Kirche ermöglicht ein hohes Maß an Variabilität für unter- schiedliche
Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen. Sind die Stühle für den Sonntagsgottesdienst mit Predigt und
Abendmahl nach vorn ausgerichtet, können sie ohne großen Aufwand für Tauf- oder Segnungsgottesdienste
zentral gestellt werden. Für Konzerte oder auch Familiengottesdienste mit Anspielen kann auch die
Position von Altar und Predigtpult verändert werden. Lediglich das Taufbecken soll am zentralen Ort bleiben
und bildet bei aller Variabilität einen festen Punkt in der Kirche.
Der Kernraum mit etwa 120 Sitzplätzen bietet auch für Gottesdienste mit kleiner Besucherzahl das Gefühl von
Geborgenheit und Gemeinschaft. Die 180 Plätze auf der Empore und Erweiterungs- möglichkeiten im Chorraum und
im Foyer machen die Kirche aber auch für 300 bis 400 Besucher geeignet.
Feiern unter einem Dach
Unter der Empore befinden sich die Nebenräume, das Foyer und die Kinderkirche. Während des Gottesdienstes
am Sonntag feiern die Kinder ihren Gottesdienst in der Kinderkirche. Das Foyer lädt zum Verweilen und
Plaudern nach dem Gottesdienst oder in der Konzertpause ein. Eine kleine Küche ermöglicht die
Bereitstellung von Getränken und auch einem kleinen Imbiss. In der Sakristei und der Werksakristei können die
Gottesdienste geistlich und äußerlich vorbereitet werden. Ein Abstellraum verhindert, dass Durcheinander
hinter der Orgel oder in der Sakristei entsteht.

Eine neue Orgel bleibt vorerst ein
Wunschtraum
Aus Kostengründen wurde die alte Orgel von der Apostel-Thomas-Kirche in die Segenskirche über- nommen.
Auch wenn sie tapfer ihren Dienst ver- richtet und unsere Organisten ihr beste Töne ent- locken, ist deutlich
hörbar, dass sie für den Kirchenraum eigentlich zu klein ist. Da aber andere Baumaßnahmen in der Gemeinde
vorrangig sind, wird man sich noch einige Jahre mit der kleinen Orgel bescheiden müssen.
